RoHS
Die europäische Gesetzgebung hat den Gehalt bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektronikgeräten verboten, um dem Umweltschutz gerecht zu werden und das Recycling zu erleichtern (Restrictions of certain Hazardous Substances – RoHS. Neben verschiedenen organischen Substanzen sind Cadmium, Blei, Chrom-(VI) und Quecksilber von diesem Verbot betroffen. Lötmaterialien beinhalteten bisher einen erheblichen Bleianteil. Seit Einführung der RoHSDirektive sind solche Lote verboten, was eine Umstellung der entsprechenden Prozesse auf bleifreie Lote zur Folge hat. Auch verschiedene Polymere, die für Kabelisolierungen und Gehäuseteile verwendet werden, können diese Elemente in Form von Pigmenten oder Verunreinigungen durch Recyclingmaterialien enthalten. Um die Konformität der Produkte mit der europäischen Norm belegen zu können, ist es notwendig, Rohstoffe und Produkte auf diese Stoffe hin zu analysieren.
Da Kunststoffe produktionsbedingt bereits homogen sind und meist als Granulat vorliegen, ist solid AA® hier die Methode der Wahl. Die Analyse wird zusätzlich vereinfacht, da keinerlei Matrixeffekte auftreten und somit flüssige Kalibrierstandards verwendet werden können – im Gegensatz zu anderen Feststoffverfahren, die feste Kalibrierstandards, meist zertifizierte Referenzmaterialen benötigen.
Signalverlauf Pb, 13,8 mg/kg

Einwaage jeweils 1,5 - 2 mg Kunststoff,
Empfindlichkeit durch Auswahl von Sekundärwellenlängen verringert
Rot = Analytsignal
Blau = Untergrundsignal
Anwendungsbeispiele
| Kunststoffe | Cd, Pb, Cr, Cu, Fe, Mn, Sn, Si |
| Halbleiter, Keramik |
Pb, Mg, Na, Cr, Mn, Fe, K |
| Legierungen, Lot | Pb |

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